Alle im Folgenden genannten Ziele liegen am heiligen Berg der Mitte, dem Song Shan, und sind von Luoyang aus im Rahmen eines Tagesausflugs zu erreichen. 80 km südöstlich von Luoyang
Das im Jahr 495 gegründete buddhistische Kloster wurde durch zahlreiche Kung-Fu-Filme weltberühmt. In Ostasien kennt man es noch aus einem zweiten Grund: Ab 527 soll hier Bodhidharma, ein indischer Mönch, gelehrt und die Schulrichtung des Zen (chinesisch: Chan) gegründet haben, die alle Bücherweisheit ablehnt und statt dessen die eigene, unmittelbare Erfahrung mit dem Ziel der Erleuchtung betont. Die Mönche machten in besonderer Weise Ernst mit der Praxis: Sie drillten sich bald zu schlagkräftigen Recken. Die 1400 Jahre alte Kampfkunsttradition des Ortes ist heute lebendiger denn je. Neben der renommierten Kloster-Kampfschule (lohnende Vorführungen!) profitieren in der Gegend noch über zwanzig weitere Schulen mit zusammen mehr als 10000 Schülern vom Shaolin-Renommee.
Die erste und einige andere Hallen sind Rekonstruktionen aus jüngster Zeit. Das Bronzebildnis Bodhidharmas in der Abthalle kam als Geschenk aus Japan. Die nördlich anschließende Dharma-Halle enthält ein weiteres Bildnis des Zen-Stifters. Als Letztes folgt die alte Tausend-Buddha-Halle, in der ein großes mingzeitliches Wandbild die „Fünfhundert heiligen Mönche bei der Verehrung des Buddha Vairocana“ darstellt. Die Vertiefungen im Fußboden sollen übende Kämpen im Lauf der Zeit durch Abnutzung verursacht haben. Deren Ruhmestaten zeigen Wandmalereien in der rechten Seitenhalle. Sie entstanden gegen Ende der Kaiserzeit. 300 m westlich des Klostertors liegt der „Pagodenwald“, Chinas berühmtester Mönchsfriedhof. Seine 260 Grabpagoden bergen die Asche der Äbte. Tgl. 8-18, im Winter bis 17 Uhr | Eintritt 100 Yuan inkl. halbstündiger Kung-Fu-Show | 15 km nordwestlich der Kreisstadt Dengfeng
Chinas älteste erhaltene Pagode, ein Backsteinbau aus dem Jahr 520, ist zwölfeckig und 40 m hoch. 5 km nördlich von Dengfeng
Der kaiserliche „Tempel des heiligen Mittelberges“ ist mit 650 m Länge und elf Bauten entlang der Mittelachse der größte Tempel der Provinz Henan. Die heutige Haupthalle von 1653 ist ebenfalls die größte der Provinz, die übrigen Bauten stammen aus dem 18. Jh. Aus der Song-Zeit blieben vier gewaltige gusseiserne Wächter erhalten. Da der Berg als Kaiser personifiziert wurde, erhielt er auch eine Ehefrau zugesellt, mit dem er nun die „Schlafhalle“ teilt. Dort sieht man die Figuren des Paars sowie zur Linken und Rechten deren alkovenartige Betten. Große, bunt bemalte neue Figuren in zwei seitlichen Galerien stellen das Personal des Bergkaisers dar. Der Tempel wird von daoistischen Mönchen bewohnt. Tgl. 7.30-18 Uhr | Eintritt 30 Yuan | 4 km östlich von Dengfeng
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