Reiseführer China: Luoyang: Sehenswertes

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Luoyang: Sehenswertes

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Gräbermuseum

22 Grabkammern aus dem 1. Jh. v. Chr. bis zum 12. Jh. n. Chr., entdeckt in und um Luoyang, wurden hier zusammengelegt, sodass man sie von einem unterirdischen Gang aus bequem besichtigen kann. Zu sehen sind Wandmalereien, Reliefs, Grabbeigaben und kunstvolle Gewölbe. Ein separater Grabhügel birgt die Gruft des Toba-Kaisers Xuanwu vom Jahr 516. Sie war mit dem Sternenhimmel ausgemalt. Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 20 Yuan | Jichang Lu (6 km nördlich der Stadt)

Kloster Baima Si

Das „Kloster der weißen Pferde“, Chinas ältestes Buddhakloster, wurde im Jahr 68 gegründet. Nachdem der Kaiser im Traum Buddha gesehen habe, seien zwei Männer auf Schimmeln bei Hofe erschienen und hätten die erste Sutrenabschrift aus fernem Lande mitgebracht, besagt die Gründungslegende. Daraufhin habe der Kaiser ihnen dieses Kloster gestiftet. Zwei Steinponys am Eingang erinnern an die Pferde, ihre Reiter liegen, so heißt es, unter den Grabhügeln auf den Nebenhöfen rechts und links hinter dem Tor. Die heutige Anlage stammt aus der Ming-Zeit. Bereits im 13./14. Jh. entstanden die schönen Figuren der 18 Urmönche in der dritten Halle. 500 m östlich steht die elegante Qiyun-Pagode (12. Jh.). Tgl. 7-19 Uhr | Eintritt 35 Yuan | 13 km östlich der Stadt

Longmen-Grotten

Als die Toba ihre Residenz im Jahr 494 aus Datong nach Luoyang verlegten, setzten sie am „Drachentor“ (Longmen), einer nahen Talkerbe des Yi-Flusses, die bei Datong begonnene Sitte des Grottentempelbaus fort. Doch auch unter der Sui- und der Tang-Dynastie, zur Blütezeit des chinesischen Buddhismus, entstanden hier Grottentempel. Als Stifter traten Mönche, Nonnen und Beamte ebenso auf wie Laienvereinigungen. Die größten und eindrucksvollsten Arbeiten aber finanzierte wieder der fromme und ruhmsüchtige Kaiserhof. Im 20. Jh. richteten Kunstdiebe große Schäden an. Die leeren Nischen und geköpften Figuren sprechen eine deutliche Sprache. Ein Teil des Diebesguts steht heute in den ostasiatischen Museen Europas, Japans und Amerikas.

Der Figurenschmuck der größeren Grotten, etwa ein Dutzend, variiert stets ein Schema, das sich am klarsten gleich in der ersten Grotte, Qianxi Si, zeigt: Grimmige Wächter mahnen bei jedem Eintretenden Läuterung an. Drinnen blicken Sie zur personifizierten Weisheit und Vollendung, einem zentralen, übermenschlich großen Buddha, auf. Während dieser sitzt, bleiben die anderen zu seinen Seiten ehrfürchtig stehen: links und rechts außen, kleiner dargestellt, die Heilandsgestalten zweier Bodhisattvas sowie in den Zwischenräumen in fast menschlicher Größe Buddhas engste Jünger Ananda und Kashyapa - Vorbilder für den Betrachter, soll er doch wie diese vom Buddha lernen, um einst mit Hilfe der Bodhisattvas erlöst zu werden. Überall ist auch das Symbol der Lotosblüte zu sehen: Sie zeigt, dass Reinheit möglich ist, selbst wenn man im Sumpf wurzelt.

Hinter der Qianxi-Si-Grotte gelangen Sie zu einer Gruppe von drei Höhlen, deren mittlere, Binyang Zhongdong, vielleicht die schönste von allen ist. Das Grundschema ist hier zu elf Figuren erweitert. Drei Buddhas, sechs Bodhisattvas und die beiden Jünger schenken dem Betrachter ihr schönstes Lächeln. Die Grotte entstand in den Jahren 500 bis 523; wie eine Chronik vermerkt, wurden 802366 Tagewerke hineingesteckt. Die übernächste Treppe führt zur Grotte der 10000 Buddhas aus dem Jahr 680. Rund 15000 Figürchen - die Buddhas aller Äonen - bedecken dort die Seitenwände.

Fünf Jahre zuvor war die berühmteste Grotte der Anlage fertig geworden. Es ist der „Tempel der Ahnenverehrung“ am Ende einer breiten, neu angelegten Treppe. Er übertrifft die anderen Grotten gleich um ein Mehrfaches an Größe, dabei ist die Bildhauerkunst vom Feinsten. Stifter waren der Tang-Kaiser Gaozong und seine ebenso ehrgeizige wie fromme Hauptfrau Wu Zetian, die später als eine von zwei offiziellen Monarchinnen in Chinas Geschichte einging. Die zentrale, 17 m hohe Figur des Locana-Buddha soll ihre Züge tragen. Seine Fettfalten am Hals schmeichelten dem damaligen Schönheitsideal. Da die Anlage oben offen ist, kann sie eigentlich nicht als Grotte gelten. Ursprünglich besaß sie ein großes Holzdach. Das ikonografische Schema ist um zwei Himmelskönige erweitert, von denen nur der rechte erhalten blieb; er trägt eine Pagode auf der Handfläche. Tgl. 7-18, im Winter 7.30-17 Uhr | Eintritt 120 Yuan | 12 km südlich der Stadt

Luoyang-Museum

Archäologische Funde und Kunsthandwerk aus fünf Jahrtausenden. Die Sammlung zieht derzeit in einen Neubau südlich des Luo-Flusses um. Tgl. 8.30-17 Uhr | Eintritt frei | Altbau: Zhongzhou Zhonglu 298 | Neubau: Suitangcheng Lu

Luze-Gildenhaus

Die prächtige Anlage mit der typischen Theaterbühne über dem Tor birgt heute eine volkskundliche Sammlung (Hochzeit, Religion, Schattenspiel, Kunsthandwerk). Der Altar stammt aus einem Tempel. Tgl. 8.30-12 und 13-17.30 Uhr | Eintritt 20 Yuan | Jiudu Donglu | im Südosten der Altstadt

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