Shanghai: Sehenswertes
Altstadt Shanghai
Die »Chinesenstadt« war früher das einzige nicht von den Kolonialisten besetzte Gebiet. Das lebendige Viertel ist einen ausgedehnten Bummel wert, auch wenn die typischen zweigeschossigen Holzbauten mehr und mehr modernen Geschäften weichen. Im Norden befindet sich vor dem Garten Yu Yuan ein Basar mit vielen Garküchen. Im See liegt an einer neunfach gewundenen Brücke Shanghais schönstes Teehaus Huxinting (tgl. 5.30-21.30 Uhr, Kanne Tee ab 25 Yuan), eine Oase im Stadtgewühl. Tipp: Kommen Sie, wie die Stammgäste, schon im Morgengrauen!
Bund
Das imponierende Ensemble prächtiger Repräsentanzen internationaler Handels- und Bankenhäuser, die Anfang des 20. Jhs. an der Uferpromenade, dem »Bund«, errichtet wurden, ist Shanghais Wahrzeichen. Ins Auge fallen der gigantische, neoklassizistische Kuppelbau der ehemaligen Hong Kong and Shanghai Bank und das markante, von einer Pyramide gekrönte Peace Hotel. Am anderen Ufer nehmen der futuristische Fernsehturm Oriental Pearl (1994) und der 88-stöckige Jinmao Tower (1998) den Blick gefangen. Das elegante Gebäude gilt als herausragendes Beispiel einer gelungenen Symbiose westlicher und östlicher Architektur. Bewundern Sie die Skyline auf einer Hafenrundfahrt (Ausflugsschiffe nördl. der Yan'an Donglu, mehrmals tgl., Dauer 1-3 Std.).
Garten Yu Yuan
Der ab 1559 angelegte, 2 ha große »Garten des Erfreuens« zeigt mit Pavillons, Felsen und Teichen nach wiederholter Verwilderung, Umnutzung und Neugestaltung alle Kunstgriffe klassischer Gartengestaltung. Im 19. Jh. prägten Kaufmannsgilden ihm ihren Stempel auf; die Drei-Ähren-Halle hinterm Eingang war ihr Versammlungssaal. Jenseits eines Seerosen- und Goldfischteichs ragt ein gelbes Felsgebirge auf, als einziges Original aus dem 16. Jh. Berühmt sind der doppelte Wandelgang und die Gartensteine. Tgl. 9-17 Uhr, Eintritt 30 Yuan
Kloster Yufo Si
Alt, aber - Sie befinden sich in Shanghai - nicht uralt: Das Jadebuddha-Kloster wurde 1882 gegründet, um einer exquisiten Statue des sitzenden Buddha aus birmanischer Jade (Höhe 1,95 m) einen Standort zu verschaffen. Er birgt noch zwei weitere, liegende Buddhas: eine kleine Jadefigur aus dem 19. Jh. und einen 4 m langen Buddha, der erst 1989 erworben wurde. Tgl. 9-17 Uhr, Eintritt 20 Yuan
Oriental Pearl Tower
468 m ragt das neue Shanghaier Wahrzeichen auf der Halbinsel Pudong empor. Der dritthöchste Fernsehturm der Welt ist ein atemberaubender Aussichtspunkt. Im Sockel wird die Stadtgeschichte anschaulich dargestellt. Tgl. 8.30 bis 21.30 Uhr, Eintritt 100 Yuan (bis zur Spitze), Taxi via Huangpu-Tunnel oder Hochbrücke, Personenfähre vom Bund ab Höhe Jinling Lu
Pagode Longhua Ta
Die anmutige, achteckige Pagode aus dem Jahr 977 liegt vor den Toren des Longhua-Tempels, der schönen Tempelanlage der Südstadt. Nebenan im Park, der zur Aprikosenblüte im April gern besucht wird, sind kommunistische Märtyrer des Arbeiteraufstandes von 1927 begraben. Tgl. 7-16.30 Uhr, Eintritt 10 Yuan
Volksplatz
Das neue, repräsentative Zentrum der Metropole beeindruckt mit moderner Architektur: Rund ist das Shanghai Museum, streng das Rathaus und phantasievoll das Stadtplanungsmuseum. Grandios aber ist das Grand Theatre (1998), das einen gläsernen Würfel mit einem himmelwärts gebogenen Dach vereint und abends in vollem Glanz erstrahlt.