Der sonnige Süden der Provinzen eignet sich zum gemütlichen Feriengenuss in Wildwestnestern und an lang gestreckten Seen. An Attraktionen für Naturfreunde mangelt es nicht: Am Weg liegen Nationalparks wie Waterton Lakes, Museumsdörfer wie Fort Steele und Geisterstädte aus der Goldgräberzeit. Als Zeitbedarf sollten Sie für die knapp 1900 km lange Route 10 Tage einplanen.
Von Vancouver führt die Route zunächst im breiten, fruchtbaren Fraser Valley ostwärts. Schön zur Einstimmung auf die Reise ins Pionierland: ein Stopp im Museumsdorf Fort Langley, in dem die Tage der Pelzhändler nachgestellt werden.
Vom Örtchen Hope aus klettert der Highway 3 in die Coast Mountains zum waldreichen Manning Provincial Park, wo im Frühjahr wilde Rhododendronbüsche üppig blühen (Wanderwege, Trail Rides). Vom 1346 m hohen Allison Pass gehts dann hinab auf die trockene, sonnige Ostseite der Berge in das Tal des Similkameen River. Obstplantagen säumen die Talsohlen, und an Straßenständen verkaufen die Farmer Kirschen und Pfirsiche.
Osoyoos liegt nahe an der US-Grenze und erinnert mit seinem Badebetrieb am Osoyoos Lake fast an einen mediterranen Ferienort. Die Route folgt nun dem Okanagan Valley. nordwärts - vorbei an Sandstränden, Obstgärten und Weinbergen. Nördlich von Vernon wird es dann am Trans-Canada Highway schnell wieder einsamer und ruhiger. Tief in den Wäldern der Monashee Mountains ein historischer Stopp: Craigellachie, jene schicksalhafte Bahnstation, wo am 9. November 1885 der letzte Nagel der transkanadischen Bahnlinie eingeschlagen wurde.
Gönnen Sie sich im Mount Revelstoke National Park während des Sommers unbedingt eine Fahrt zu den Blumenwiesen am Gipfel. Danach geht es auf den Highways 23, 31 und 3A südlich in die Region der Arrow Lakes - kaum erschlossenes Pionierland mit weit verstreuten kleinen Orten, herrlichen Provincial Parks in einsamer Bergnatur und lang gestreckten Seen, die die Highways auf Autofähren überqueren. Lohnende Stopps am Weg: die heißen Quellen von Nakusp und Ainsworth, die kleine Geisterstadt Sandon aus der Silberboomzeit um 1890 und der pittoreske alte Bergwerksort Nelson. Im Kokanee Creek Provincial Park können Sie im August die Lachse beim Laichen beobachten. Übernachtungstipp: die von Gärten umrahmte historische Willow Point Lodge (7 Zi. | 2211 Taylor Dr. | Tel. 250/825-9411 | www.willowpointlodge.com | €€-€€€).
Wieder nahe der US-Grenze führt die Route weiter (Zeitgrenze: +1 h) nach Cranbrook (großes Eisenbahnmuseum) und zum Museumsdorf Fort Steele bei Kimberley. Im Osten ragen nun schon die Gipfel der Rocky Mountains auf, die der Highway 3 auf 1396 m Höhe am Crowsnest Pass überquert. Das Frank Slide Visitor Centre schildert dort das harte Leben der Kohlebergleute Ende des 19. Jhs.
Bei Pincher Creek zielt der Highway hinaus in die unendliche Prärie - doch zuerst noch ein Abstecher nach Süden: in die erhabene Bergwelt des Waterton Lakes National Park, der mit Bootstouren und Wandertrails lockt. Dann geht es endgültig hinaus aus den Bergen und über Fort MacLeod mit seinem hervorragenden Indianermuseum nordwärts durch das Ranchland von Alberta zum Endpunkt der Tour, der Ölmetropole Calgary.
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