Der weltberühmte, 20000 km² große Wildpark beherbergt die größte Vielfalt an Tieren auf dem afrikanischen Kontinent. Hier leben 130 Säugetierarten, 48 Fisch-, 114 Reptilien- und 468 Vogelarten. Die Parkverwaltung listet u.a. folgende Tiere auf: 9000 Elefanten, 26000 Büffel, 120000 Impalas sowie Zebras, Löwen, Leoparden, Giraffen, Flusspferde und Nashörner.
An acht Stellen gibt es Einlasstore in den Park, vier sind von dem Ort Nelspruit an der N 4 zu erreichen: Malelane, Crocodile Bridge, Numbi und das Paul-Kruger-Tor. Etwa in der Mitte des Parks liegen die Tore Orpen und Phalabora, und ganz im Norden befinden sich die Eingänge Punda Maria und Pafuri. Camps bieten Rundhütten oder Häuser zur Übernachtung an. In den kleineren Camps versorgt man sich selbst, die größeren, zum Beispiel Pretoriuskop und Bergendahl, verfügen über Restaurants und Schwimmbäder.
In Südafrika erkannten die Verantwortlichen früh Bedeutung und Notwendigkeit des Naturschutzes. Bereits Ende des 19. Jhs. beschloss die Regierung, die Jagd auf dem Gebiet zwischen den Flüssen Sabie und Crocodile zu verbieten. So entstand der Kruger National Park.
Auf guten Straßen fahren Besucher in geschlossenen Autos durch den Park und können die Tiere beobachten. Die Höchstgeschwindigkeit auf Asphaltstraßen beträgt 50 km/h, auf Sandwegen 40 km/h (April-Okt. 6-18 Uhr | Nov.-März 5.30-18.30 Uhr | Eintritt 130 Rand pro Pers. Auskunft und Reservierung bei National Parks | Tel. 0124289111 | Fax 0123430905 | www.parks-sa.co.za). 220 km von Pretoria
The Outpost an der Grenze zu Simbabwe und Mosambik ist ein privates Camp im Kruger Park. Früher gehörte das Land dem Makuleke-Stamm, den man enteignete, als das Gebiet Teil des Parks wurde. Anfang der 1990er-Jahre wurde ihr Landanspruch anerkannt, und sie erhielten den Besitz zurück. Der Stamm erteilte die Konzession zum Bau einer privaten Lodge. The Outpost verfügt über zwölf komfortable Suiten (Tel. 0112455704 | Fax 0866365364 | www.theoutpost.co.za | €€€).
Wer weder in den Camps des Parks noch in den teuren privaten Reserves übernachten möchte, für den ist das Graskop Hotel (40 Zi. | Tel./Fax 0137671244 | www.graskophotel.co.za | €) in Graskop zu empfehlen. Der Besitzer Harrie ist Kunstsammler und hat einige der Zimmer von bekannten südafrikanischen Künstlern einrichten lassen.
Die nördlichste Provinz Südafrikas ist trotz einer produktiven Landwirtschaft die ärmste des Landes, auch weil große Teile des Gebiets in den Apartheidjahren Homelands waren. Der Tourismus ist noch kaum entwickelt, obwohl ein Teil des Kruger Parks hier liegt. Am Fuß der Klein-Drakensberge liegt die Stadt Tzaneen (80000 Ew.). Der Name des Orts kommt aus der Sprache der Khoikhoi und bedeutet Korb. Gemeint ist damit das fruchtbare Tal, in das sich Tzaneen schmiegt. 15 km südlich des Städtchens, in Agatha, liegt The Coach House, ein kleines, traditionelles Hotel (45 Zi. | Old Coach Rd. | Tel. 0153068000 | Fax 0153068008 | www.coachhouse.co.za | €€). 175 km von Pretoria
Der größte Teil der Provinz ist subtropisch mit fruchtbaren Ebenen. Kommen Sie über die Panorama Route, bietet sich ein herrlicher Blick über die typisch afrikanische Landschaft mit Wäldern und Savanne. Das Hotel Casa do Sol in Hazeyview ist eines der schönsten Hotels an der Route (42 Zi. | Sabie Rd. | Tel. 0137378111 | Fax 0137378166 | www.relaishotels.com | €€). Als vor über 100 Jahren unter anderem in Barberton Gold gefunden wurde, kamen auch Goldgräber. Da sich die Funde schnell erschöpften, blieb der Ort aber verträumt.
In Mpumalanga finden Sie einige der schönsten privaten Tierparks, wie z.B. das Thornybush Game Reserve. Die beste Lodge ist das Royal Malewane, in dem der Spitzenkoch John Jackson die Gäste verwöhnt. Jede Suite hat ein kleines Schwimmbad. 10 Zi. | an der Straße zum Orpen Gate | Tel. 0157930150 | Fax 0157932879 | www.royalmalewane.com | €€€
Sabie ist eine der größeren Städte der Provinz Mpumalanga. In der Umgebung der „Stadt der Wälder“, wie sie wegen des reichen Baumbestands auch genannt wird, gibt es viele Wasserfälle, zum Beispiel die Mac Mac Falls (10 km). Von Sabie erreichen Sie über Graskop den Blyde River Canyon (15 km), einen landschaftlich besonders beeindruckenden Platz. Die beste Aussicht bietet sich Ihnen hier von God's Window.
Nur 5 km von Graskop entfernt liegt Pilgrim's Rest. Die kleine Ortschaft entstand mit dem ersten Goldrausch in Südafrika. Im Jahr 1873 fand Alex Patterson, der mit einer Schubkarre durch das Land zog, in einem kleinen Nebenarm des Blyde River die ersten Goldnuggets. Vergeblich versuchte er, seinen Fund geheim zu halten. In kurzer Zeit kamen 1500 Menschen, um ein Vermögen zu machen. Zuerst wohnten sie in Zelten, aber schon bald entstanden Häuser, Geschäfte, Bars - und das Royal Hotel, das es noch heute gibt.
Nach sieben Jahren war es vorbei mit dem Goldwaschen, und der Abbau unter Tage begann. Eine Minengesellschaft kaufte die Schürfrechte, und erst 100 Jahre nach Pattersons Entdeckung wurde die Mine geschlossen. Heute steht Pilgrim's Rest unter Denkmalschutz und ist ein Freilichtmuseum. Wenn Sie - mit etwas Glück - Ihre Reisekasse aufbessern möchten, können Sie sich im Diggins Museum am Ortseingang die Genehmigung zum Goldwaschen besorgen.
Der Eingang zum kleinen Mount Sheba Nature Reserve ist nur etwa 20 km von Pilgrim's Rest entfernt. In diesem Park gibt es kein Großwild, aber 100 verschiedene Baumarten, in denen sich Affen tummeln. Bedeutsam ist der Park wegen seines Regenwalds, der noch im ursprünglichen Zustand ist; ein perfektes Ökosystem. Auf zwölf Wanderwegen zwischen 1 km und 6 km Länge können Besucher das private Reservat erkunden. Die beste Aussicht haben Sie von Sheba's Look Out. (tgl. 6-22 Uhr | Eintritt 15 Rand). Übernachten können Sie im Forever Resort Mount Sheba (25 Zi. | Tel. 0124235600 | Fax 0124235610 | www.foreversa.co.za | €€).
Viele Besucher zieht es in die Northwest Province. Das liegt auch an den schönen Wildreservaten. Das Pilanesberg Game Reserve ist besonders beliebt, weil es so nah an Johannesburg (110 km) liegt, dass es auch für Besucher mit wenig Zeit möglich ist, Wildtiere, unter anderem die Big Five, in ihrer Umgebung zu sehen (April bis August tgl. 6-18.30 | Sept.-März tgl. 5-17 Uhr | Eintritt 30 Rand | PKW 15 Rand).
Ganz im Norden der Northwest Province befindet sich das Madikwe Game Reserve. Dieser Park hat zwei riesige Vorteile: Er ist malariafrei. Und er hat weniger Besucher, weil man sich nicht mit einem Tagesbesuch begnügen kann, sondern sich in einem der 30 privaten Camps einmieten muss. Eines der schönsten ist die Madikwe Safari Lodge. Die 20 strohgedeckte Cottages schmiegen sich an die Hänge der Berge. Von hier hat man eine tolle Aussicht auf den Park und die Tiere (Tel. 0118094300 | Fax 0118094400 | www.andbeyondafrica.com | €€€).
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